China meets Bach No.1

1. November 2014

Es hält sich ja hartnäckig das Gerücht, dass Chinesen sich in Konzerten nicht benehmen können. Da wird geschwätzt, gegessen und telefoniert. Diese Vorurteile können wir in unserer groß angelegten Feldstudie noch nicht bestätigen, dafür haben wir allerdings andere spannende Beobachtungen gemacht, die wir Ihnen in den nächsten Tagen mit unserer Reihe „China meets Bach“vorstellen wollen.

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Kapitel eins widmet sich dem Thema „Smartphones im Konzert“. Kaum betreten die Musiker die Bühne, werden die Mobiltelefone gezückt und das Begleitprogramm zum Bühnengeschehen kann beginnen. Adrett gekleidete Platzanweiserinnen schwärmen mit dem ersten Ton aus, werden zu Wächtern über das Bild- und Tonrecht und bekämpfen die do-it-yourself-Tonmeister und Kameraleute im Auditorium. Bewaffnet mit einem Laserpointern markiert die Anführerin des Serviceteams gut getarnt in den hinteren Reihen die jeweiligen Übeltäter, sodass ihre Untergebenen sofort auf Stöckelschuhen zum Ort des Verbrechens eilen um die Täter auf frischer Tat zu ertappen und zu stellen. Man sollte nun meinen, dass ein gesetztes Exempel die anderen Gäste im Publikum abschrecken sollte – weit gefehlt. Kaum ist das Ordnungspersonal abgelenkt wittert schon der nächste Besucher im toten Winkel seine Chance und macht einen Schnappschuss. Und so zieht sich der vergebene Kampf über den ganzen Konzertabend – zugegebenweise ein wirklich lustiges Spiel!

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