Der erste Probentag

1. November 2014

Sichtlich geplättet vom stressigen Anreisetag und dem allseits gefürchteten Jetlag hieß es nun erst einmal proben. Hierfür wurden wir in die Cafeteria der Forbidden City Music Hall gebracht um dort zum Brummen der Tiefkühltruhen Bach und Co. zu spielen. Wenig entspannt begann auch der Tag für unseren Cembalotransporteur. Cembali sind in China absolute Mangelware und werden als Luxusgüter gehandelt. Da kann ein Instrument im Vergleich zu Deutschland schon einmal locker das doppelte kosten. Sichtlich respektvoll gingen die Chinesen auch sehr vorsichtig mit  dem Cembalo um. Der urspüngliche Plan sah vor, dass das Leihinstrument bereits am Vorabend zum Aklimatisieren in die Konzerthalle gebracht werden  sollte. Was bei uns mit ein paar Handgriffen zu machen ist, stellte sich in der Forbidden City Concert Hall erst einmal als Mission impossible dar. Unserem Transporteur gelang es nicht, das Pfortenpersonal von seinem Vorhaben zu überzeugen und da er Anweisung hatte, das Instrument zu bewachen, musste er notgedrungen auf einer kleinen Matratze eingezwängt in seinem Führerhaus die ganze Nacht Wache schieben. Wie wir dann später erfahren haben ist das hier in China völlig normal und alles „kein Problem“.

 

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