31.5.2014

Mit der U-Bahn ging es heute zum Konzert nach Mitaka: Diesmal ohne Johannette Zomer und mit einem reinen instrumentalen Programm. Natürlich war auch dieses Programm vor längerer Zeit geprobt worden,  so dass wir die Abfahrt etwas vorgezogen und das Hotel 30 Minuten früher verlassen haben.

U-Bahn zum Konzert

U-Bahn zum Konzert

Wir alle hatten auch eine bessere Nacht hinter uns und müde zu sein, war in der U-Bahn keine Schande sondern gehörte schon zum guten Ton.

Nicht nur das Orchester ist noch ein wenig müde ...

Nicht nur das Orchester ist noch ein wenig müde …

Auf jeden Fall wurde schon die Hinfahrt für verbale Satzproben genutzt.

Der Saal ist Mitaka präsentierte sich ähnlich wie die Kioi Halle am Vorabend als hervorragend geeignet für ein Ensemble unserer Größe. War er bei der Einspielprobe noch etwas überakustisch, haben die zahlreiche Besucher (ausverkauft!) die Akustik aufs beste beeinflusst.
Neben unserer Solistin Susanne Regel gebührt ein ganz besonderes Lob unserer Konzertmeisterin Mayumi Hirasaki: Der Saal war gefüllt mit Verwandten, Bekannten, Lehrern und Lehrerinnen, während sie auf der Bühne nicht nur das Ensemble leitete, sondern auch als Solistin bei Bachs Violinkonzert (BWV 1041) und dem Konzert für Oboe und Violine (BWV 1060) glänzte. Ein großer Teil des Applauses galt daher sicherlich auch ihr, was sie zusammen mit dem Ensemble mit zwei Zugaben dankte.

Konzertmeisterin Mayumi Hirasaki

Konzertmeisterin Mayumi Hirasaki

01.6.2014

Abschied von Tokyo

Um 7:50 mussten wir das Hotel verlassen, um den Flieger nach Osaka zu bekommen. Höhepunkte des gut einstündigen Fluges waren der Flug über den Berg Fuji, der sich majestätisch vor dem blauen Himmel erhob und unsere Überzeugungsversuche, die Stewardess davon zu überzeugen, dass einer unser Musiker auch das Kinderspielzeug benötigt. Selten habe ich ihn so glücklich gesehen, als er den kleinen Handkurbel-Ventilator überreicht bekommen hat.

Fuji

Fuji

In Osaka war es dann so heiß, dass der Ventilator tatsächlich gute Dienste leistete und nach gut 30 Minuten Busfahrt erreichten wir Nishinomiya, wo wir um 15:00 Uhr unser nächstes Konzert hatten.

Unser Lautenist, - ganz entspannt!

Unser Lautenist, – ganz entspannt!

Die Konzerthalle dort war überwältigend. Drei Ränge und ein großes Parkett bieten bis zu 2.000 Zuhörern Platz. Und trotz der gewaltigen Größe klang unser doch recht kleines Ensemble nicht verloren, – ein Effekt den wir häufig bei Einladungen in große Säle bedenken müssen.

Nach dem Instrumentalprogramm am Vortag, war Johannette Zomer an diesem Tag wieder dabei. Rund 1.300 Zuhörer waren ebenso begeistert wie zwei Tage zuvor in Tokyo und feierten Solistinnen und Ensemble.

Da das Konzert schon so früh begann, waren wir schon gegen 18:00 Uhr wieder im Bus um nach Nagoya zu fahren, wo wir die letzten beiden Nächte verbringen, um nach dem Abschlusskonzert am Montag (in Nagoya) am Dienstag morgen wieder gen Heimat zu fliegen.

 

Advertisements

28.5.2014

14:15 Uhr
Am Kölner Hauptbahnhof treffen die ersten Musiker ein, um gemeinsam zum Frankfurter Flughafen zu fahren. Während wir auf den Zug warten, steigt am Nachbargleis Konrad Junghänel aus, der Concerto Köln noch am Vorabend in Schwetzingen bei der letzten Aufführung der Oper Leucippo von Johann Adolf Hasse dirigiert hat.

18:20 Uhr (1:20 Uhr Ortszeit in Tokyo)
LH 716 ist fast leer! Jeder Musiker hat eine eigene Reihe für sich, so dass die Hoffnung wächst, dass man einen Teil des elfstündigen Fluges tatsächlich schlafen kann.

23:30 Uhr (06:30 Uhr)
Alles schläft …. oder?

 

29.5.2014

12:15 Uhr
LH 716 landet pünktlich in Tokyo. Mein Koffer ist der Letzte, aber alles Gepäck ist angekommen. Müde aber wohlbehalten macht sich das Orchester auf den Weg zum Hotel. Es ist sehr warm! Direkt nach Ankunft gehen einige zum benachbarten Kaisergarten, – teilweise um etwas sightseeing zu machen, vor allem aber auch, um soweit wie möglich dem Jetlag zu entgehen und so lange wie möglich aufzubleiben.

Kaiserlicher Park vor Hochhäusern

Kaiserlicher Park vor Hochhäusern

Für diejenigen, die noch nicht in Tokyo waren, war es erstaunlich, wie sich zwischen den Häuserschluchten auf einmal eine grüne Oase auftut.

 

22:00 Uhr
Alle schlafen!

23:00 Uhr
Die ersten wachen wieder auf!

 

 

30.5.2014

03:30 Uhr
Warum habe ich nur im Flugzeug geschlafen? Hellwach!

04:27 Uhr
Jetzt weiß ich, warum Japan das „Land der aufgehenden Sonne“ heißt. Aber muss es wirklich so früh sein? Ich erkläre die Nacht für beendet!!!

Tokyo 4:27 Uhr morgens

Tokyo 4:27 Uhr morgens

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

9:00 Uhr
Den Morgen nutze ich ein wenig, um mir den Ueno Park mit seinen alten Tempeln anzuschauen.

Es ist sehr heiß, aber die prachtvollen Tempel überwältigen, und wie am Vortag fasziniert das Nebeneinander von Anlagen aus dem 17. Jhdt neben Hochhäusern des 20. Jhdt..

13:17 Uhr
Zurück im Hotel merkt man doch sehr deutlich den Jetlag. Schnell noch den Wecker stellen, – in 90 Minuten ist Abfahrt zur Konzerthalle.

Kioi Hall

Kioi Hall

15:30 Uhr
Anspielprobe!!!

Sehr schnell merken wir die Anstrengung, die solch eine lange Reise kostet. Alle reißen sich zusammen und arbeiten sehr intensiv und konzentriert. Da das Orchester direkt von der Opernproduktion aus Schwetzingen nach Japan reiste, wurde das Programm schon Anfang des Monats erarbeitet. Nun muss alles abgerufen werden!

19:00 Uhr
Das Konzert beginnt in der ausverkauften Konzerthalle. Ein fantastischer Konzertort mit ca. 1.000 Plätzen, – unter den Gästen auch der deutsche Botschafter Dr. Hans Carl von Werthern mit seiner Gattin. Das Publikum ist begeistert und feiert das Orchester und die beiden tollen Solistinnen Johannette Zomer und Susanne Regel. Nach zwei Zugaben darf das Orchester von der Bühne, – froh diese Energieleistung so erfolgreich bestanden zu haben.

Mayumi Hirasaki im Gespräch mit dem deutschen Botschafter und Gemahlin

Nach dem Konzert: Mayumi Hirasaki im Gespräch mit dem deutschen Botschafter und Gemahlin

23:00 Uhr
Nach dem Konzert ist vor dem Konzert: Morgen das zweite Konzert in Mitaka. Aber jetzt wird ersteinmal geschlafen!!!